Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger verteidigte Horst Heldt die geplante Vertragsverlängerung mit Markus Gisdol: "Wir sind absolut überzeugt von dieser Entscheidung", sagte der Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln. Mit der Zusammenarbeit bis 2023 wolle man für "Kontinuität im Verein" sorgen.


Die Personalie Markus Gisdol sorgt für gespaltene Meinungen. Der 50-jährige Übungsleiter, der im November auf Achim Beierlorzer gefolgt war, führte den 1. FC Köln aus der Abstiegszone, blieb in allen zehn Geisterspielen in dieser Saison jedoch sieglos. Beendet wurde die Saison 2019/20 auf dem 14. Tabellenplatz - dabei war zwischenzeitlich sogar der Europapokal in Reichweite.


Markus Gisdol darf sich über einen neuen Vertrag mit Laufzeit bis 2023 freuen

Gisdol hat einige Nachwuchstalente in die Stammformation integriert, ist bei der Wahl seiner Grundformation zudem variabel und hat der Mannschaft in einer wichtigen Phase die nötige Stabilität verliehen. Wegen des schwachen Saisonfinals sah sich Horst Heldt dazu gezwungen, die Vetragsverlängerung bis 2023 gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger zu verteidigen: "Wir sind absolut überzeugt von dieser Entscheidung. Und wir nehmen uns das Recht heraus, dies am besten bewerten zu können, weil wir die Arbeit von Markus täglich erleben", sagte Heldt.


Heldt wirbt für Kontinuität


Der Geschäftsführer, der selbst erst seit November vergangenen Jahres im Amt ist, wirbt für "Kontinuität im Verein". "Man muss sich fragen, warum der FC in den vergangenen 20, 25 Jahren sechsmal abgestiegen ist und was andere vielleicht besser gemacht haben", sagte Heldt. "Kontinuität auf den Schlüsselpositionen ist eine gute Basis, um zu wachsen. Sie ist ein Baustein für den Erfolg."

Auch die Geschäftsführung habe "registriert, dass Markus sehr viel von dem liefert, was uns für die kommenden Jahre wichtig ist", sagte Heldt. "Er hat nicht nur bewiesen, dass er eine Mannschaft aus dem Schlamassel befreien kann, sondern auch seine Führungsstärke hat uns beeindruckt."

Vor seinem Engagement in Köln war Gisdol 22 Monate vereinslos. Zuletzt trainierte er von September 2016 bis Januar 2018 den Hamburger SV, ehe er nach sechs Spielen ohne Sieg durch Bernd Hollerbach ersetzt wurde. Seitdem war Gisdol in Verruf geraten. In Köln hat er sich trotz des zwischenzeitlichen Formtiefs rehabilitiert.