Schalke und Nabil Bentaleb könnten sich noch immer in diesem Sommer trennen. Aus Italien wird berichtet, dass Sampdoria Genua Interesse an der Verpflichtung des Mittelfeldspielers hätte, eine Einigung mit ihm selbst soll bereits erzielt worden sein.


Als Nabil Bentaleb in der zweiten August-Woche zu Schalke 04 zurückkehrte, bekam er zunächst ein paar Tage frei, um sich um seine sportliche Zukunft kümmern zu können. Im Klartext: Der Rückkehrer sollte sich umhören, ob er bei einem anderen Klub unterkommen könnte. Offenbar gab es kein ernsthaftes Interesse, sodass er von Trainer David Wagner eine offene Chance erhielt und seitdem zum festen Bestandteil der Mannschaft gehört.


In München war Nabil Bentaleb wieder für Schalke im Einsatz

Obwohl Bentaleb am ersten Spieltag sowohl in der Startelf, als auch über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand, ist ein Abschied noch immer nicht ausgeschlossen. Die Trennung ist inzwischen seit mehr als einem Jahr das eigentlich anvisierte Ziel - dieser Grundgedanke dürfte auf Gegenseitigkeit beruhen. Eine Kaufoption von etwa zehn Millionen Euro ließ Leih-Klub Newcastle United verstreichen, nachdem diese Leihe das aus S04-Sicht beste Szenario war, um zumindest das durchaus üppige Gehalt einzusparen.


Sampdoria Genua angeblich mit Bentaleb einig - Transfer könnte S04 genehm sein


Aus Italien berichtet nun Sportreporter Gianluigi Longari (Sportitalia TV / TuttoMercatoWeb), dass es Gespräche zwischen Sampdoria Genua und dem 25-Jährigen geben soll. Via Twitter meldete er, dass es bereits eine Einigung zwischen dem Verein aus der Serie A und dem Mittelfeldspieler selbst geben soll - nun sei es an der Zeit, sich mit Schalke über einen Deal einig zu werden.


Als einfaches Gerücht sollte diese Meldung nicht unbedingt abgetan werden, zumal die Thematik als solche nicht wirklich abwegig erscheint. Bentaleb geht bei Königsblau in sein letztes Vertragsjahr, eine Verlängerung des Arbeitspapiers wird es nicht geben, eine Trennung erfolgt also zwangsläufig ohnehin. Sollte es also noch die Möglichkeit für den Bundesligisten geben, eine Ablöse im mittleren einstelligen Millionenbereich einzunehmen, während das Gehalt von ungefähr vier Millionen Euro eingespart werden würde, so dürfte die Entscheidung trotz der Re-Integration in den Kader zuletzt eher auf den Transfer hinauslaufen.


Ob die Serie A ein interessantes Ziel für den Algerier ist, bleibt offen. Nachdem er innerhalb der letzten anderthalb Jahre so gut wie keine regelmäßige Spielpraxis hatte und auch der interne Ärger beim S04 nicht einfach vergessen wurde, dürfte die Anzahl etwaiger Klubs, die ihn verpflichten wollen würden, zurzeit eher klein sein - obwohl er zweifelsfrei über ein sehr feines Füßchen und spielerische Qualitäten verfügen kann.