Der SV Werder Bremen ist am Samstagnachmittag gegen den SC Paderborn gefordert. Nach zwei Niederlagen wollen und müssen die Grün-Weißen beim Tabellenschlusslicht wieder in die Erfolgsspur zurückkehren, um den Anschluss an das rettende Ufer herzustellen. Werder-Coach Florian Kohfeldt sprach im Vorfeld von einem "unglaublich bedeutsamen Spiel" für beide Mannschaften.


Vor dem Gastspiel in Paderborn haben die Bremer sechs Punkte Rückstand auf Platz 15. Ohne einen Auswärtssieg am Samstagnachmittag dürfte der Klassenerhalt nur noch über die Relegation zu schaffen sein. Der aktuelle Relegationsplatzinhaber Fortuna Düsseldorf ist derzeit drei Punkte entfernt. Kohfeldt ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft dem Druck gewachsen ist und "nicht daran zerbrechen" wird.


Der Werder-Coach erwartet "eine intensive und umkämpfte Partie. Paderborn ist schwer zu bespielen", sagte der Übungsleiter auf der obligatorischen Pressekonferenz. "Sie haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht aufgeben." Am vergangenen Spieltag hätten die Ostwestfalen in Leipzig mit einer "enorm kämpferischen und mutigen Leistung" einen Punkt geholt. Kohfeldt warnte zudem vor den gefährlichen Kontern der Gastgeber.


Fragezeichen hinter Rashica & Bittencourt


Die Personalsituation an der Weser hat sich in den letzten Tagen leicht entspannt. Claudio Pizarro, Milot Rashica und Leonardo Bittencourt haben in den letzten Tagen wieder Teile des Mannschaftstrainings absolviert. Ob es für die Offensivspieler auch für einen Kaderplatz oder sogar für die Startelf reicht, wird sich jedoch erst kurzfristig entscheiden. Niclas Füllkrug hingegen steht nach rund achtmonatiger Verletzungspause mit hoher Wahrscheinlichkeit im Kader. Ansonsten hat Kohfeldt bis auf die Langzeitverletzten Nuri Sahin, Kevin Möhwald und Ömer Toprak alle Mann an Bord.


Steht nach langer Leidenszeit vor seinem Comeback: Niclas Füllkrug

Gegen Paderborn könnte Kohfeldt eine etwas offensivere Ausrichtung als zuletzt bei der 0:1-Niederlage gegen Wolfsburg wählen, sprich sein System von einer Dreier- auf eine Viererkette umstellen, wodurch Kevin Vogt vom Abwehrzentrum ins defensive Mittelfeld rücken würde. In diesem Fall dürften Theodor Gebre Selassie, Milos Veljkovic, Niklas Moisander und Ludwig Augustinsson die Viererkette vor Jiri Pavlenka bilden.


Die beiden Plätze im zentralen Mittelfeld wird Kohfeldt voraussichtlich mit Davy Klassen und Maximilian Eggestein besetzen. Im Angriffszentrum könnte Davie Selke eine Bewährungschance erhalten. Reicht es bei Rashica und Bittencourt nicht für die Startelf, dürften Yuya Osako und Josh Sargent die Außenbahnen übernehmen.