Leipzigs Leih-Stürmer Patrik Schick will nach der Länderspielpause Gas geben. Die Roma-Leihgabe hat mit RB Leipzig viel vor: Der Tscheche ist davon überzeugt, dass die Roten Bullen ein Wörtchen im Meisterschaftsrennen mitsprechen können.


​Patrik Schick wurde in diesem Sommer lange mit dem BVB in Verbindung gebracht. Auch Leverkusen und Schalke waren dem Vernehmen nach interessiert. ​Am Ende ging es für den tschechischen Angreifer aber nach Leipzig. RB leihte den 23-Jährigen für eine Saison und gegen 3,5 Millionen Euro Gebühr von der Roma aus. Sollte das Team von Julian Nagelsmann erneut die ​Champions League erreichen, kann ​RB den Offensivmann für 29 Millionen Euro fest verpflichten.


Dafür muss Schick seine Qualitäten aber erst einmal auf den Rasen bringen. Eine Verletzung ließ das bislang kaum zu, erst zweimal konnte der prominente Neuzugang mit seinem neuen Team trainieren - vor der Länderspielpause klappte es immerhin mit einem 27-minütigen Einsatz gegen Leverkusen.


"Wir spielen ein krasses System"


Im tschechischen Nationalteam hat der 22-fache Nationalspieler seinen Stammplatz sicher. In Leipzig muss er sich dafür gegen Timo Werner und Yussuf Poulsen durchsetzen. "Das sind gute Jungs. Es ist normal, dass wir Konkurrenten sind. Aber das hilft mir, noch besser zu werden", sagt Schick gegenüber der Bild zum Konkurrenzkampf.


In Leipzig fühlt er sich bereits wohl, hat mit seiner Freundin eine Wohnung bezogen und ist vom Klub und seiner Philosophie mächtig angetan: "Klar ist: Wir spielen ein krasses System, in dem jeder Spieler laufen, laufen und noch mal laufen muss. Das Pressing ist extrem, jeder muss ans Limit gehen und als Mannschaft funktionieren. Es ist auf jeden Fall anders als in Rom. Und besser für mich. Denn als Stürmer willst du immer so schnell wie möglich vor das Tor - und den Ball reinmachen."


RB ein Titelkandidat? "Absolut"


Er sei kein Stürmer, der nur auf Bälle warte, sondern liebe es, Bälle zu jagen und Gas zu geben. Julian Nagelsmann sei diese Qualität schon längst bekannt. Noch als Trainer von Hoffenheim und ehe Schick nach Italien zu Sampdoria Genua wechselte, wollte Nagelsmann den Tschechen in den Kraichgau locken. "Wir haben seit Jahren Kontakt. Er hat mich angesprochen, als ich noch für Bohemians Prag gespielt habe und wollte mich nach Hoffenheim holen. Wir haben schon damals viel über Fußball gesprochen", so Schick.


Endlich vereint, hat er mit seinem neuen Coach ein ambitioniertes Ziel: Schick will mit Leipzig im Meisterrennen ein gehöriges Wort mitspielen. "Abslout", anwortet er auf die Frage, ob RB ein Titelkandidat sei. "Wir gehören aktuell und auch generell zu einem der besten drei Klubs in Deutschland und haben großes Potenzial. Wir werden auf jeden Fall alles geben, um weiterhin im Titelrennen mitzukämpfen."