Als Nachfolger von Niko Kovac, der mit ​Eintracht Frankfurt grandios den DFB-Pokal gewinnen konnte und über weite Strecken der Bundesligasaison zu begeistern wusste, standen Adi Hütter zunächst viele Fans kritisch gegenüber. Doch auch er meisterte die letzte Saison überragend - dazu hat er sogar eine heimliche Gehaltserhöhung bekommen!


Mit Frankfurt sorgte Adi Hütter letzte Saison vor allem auch international für viel Begeisterung. Mit dem Erreichen des Halbfinals in der Europa League (und der Leistung der Fans) setzte er neue Maßstäbe - auch wenn es gegen den FC Chelsea am Ende nicht reichte. Auch in der Bundesliga sorgte sein Team, besonders durch das Sturm-Trio um Luka Jovic, Sébastien Haller und ​Ante Rebic, für Furore. 


Mehr Gehalt durch neuen Vertrag - neue Herausforderungen warten


Laut Sportbild habe er aufgrund dessen bereits einen neuen Vertrag bekommen, inklusive einer satten Gehaltserhöhung. Hütter wurde im Anschluss an die letzte Saison von der VDV (Vereinigung der Vertragsfußballspieler) zum Trainer des Jahres gewählt - als solcher darf er sich demnach nun über ganze 200.000 Euro mehr im Jahr freuen. Hütter verdient nun (geschätzte) zwei Millionen Euro pro Jahr. 


Diese Erfolgsgeschichte trotzt bislang der damaligen Befürchtung seitens Sportvorstand Fredi Bobic, eventuell in den Abstiegskampf zu geraten. Deshalb sollte eine Klausel im ersten Hütter-Vertrag greifen, die ihn automatisch im Falle eines Abstiegs in der kommenden Saison (das zweite Jahr in Frankfurt) entlassen hätte können. Im ersten Jahr gab es nicht einmal die Notwendigkeit, das Wort Abstiegskampf überhaupt anzusprechen. Im Gegenteil: Man kämpfte sogar lange um einen möglichen Platz in der Champions League. Eine Erfolgsprämie und das Vertrauen hat sich der Österreicher redlich verdient. 

Adi Huetter

Hütter will mit Frankfurt wieder in der Europa League spielen: Der Weg führt über die Qualifikation


Für die kommende Saison wird es allerdings Herausforderungen ganz anderer Dimensionen für Hütter und sein Team geben. Nach den Abgängen von Jovic und Haller gilt es, einiges in der Offensive aufzufangen. Auch ein Rebic-Wechsel ist noch nicht vom Tisch, auch er könnte Frankfurt noch verlassen. Zumindest zwei der drei Spieler, die häufig ganze Spiele alleine entscheiden konnten, müssen nun ersetzt werden. Das muss vom ganzen Team aufgefangen werden, initiiert von Hütter. 


Die größte Hoffnung: Die Neuzugänge. ​Sebastian Rode hat man bereits fix machen können - der in der letzten Saison ausgeliehene zentrale Mittelfeldspieler wird bis 2024 fest unter Vertrag genommen. Auch ​das Hin-und-Her mit dem FC Augsburg um Martin Hinteregger soll kurz vor dem Ende stehen. Laut Vereinsangaben ist man sich "weitgehend" über die "Modalitäten des Wechsels einig". Letzte Details sind noch abzuklären. 


Wenn auch noch Kevin Trapp zum Spieler der Frankfurter Eintracht wird, hat man drei Stützen der letzten Saison fest verpflichten können. Mit einem passenden Konzept von Hütter, wie man die Offensive auch ohne das Sturm-Trio beleben und gefährlich gestalten kann, bietet sich die Möglichkeit, wieder den Angriff auf die internationalen Plätze zu starten. 


Aktuell befindet man sich schon in der Qualifikation für die Europa League, in der man letzte Woche auswärts gegen den FC Tallinn 1:2 gewinnen konnte - gute Vorzeichen für das Rückspiel am Donnerstag (21 Uhr) vor heimischer Kulisse.