​Im vergangenen Dezember übernahm Peter Bosz den Trainerposten bei ​Bayer 04 Leverkusen. Der Nachfolger von Heiko Herrlich führte die Werkself mit einer sehr offensiven Spielweise in die ​Champions League. In der kommenden Saison greift der niederländische Übungsleiter voraussichtlich auf ein neues Spielsystem zurück, mit dem seine Mannschaft offenbar noch nicht wirklich zurechtkommt.


In der Rückrunde ließ Bosz seine Elf für gewöhnlich in einer 4-3-3-Formation auflaufen, die nun offenbar ausgedient hat. In den letzten Testspielen setzte der 55-Jährige auf ein 3-6-1- bzw. 3-4-2-1-System. "Wir sind eine Offensivmannschaft, wollen immer Druck auf den Ball ausüben und nicht mit elf Mann hinter dem Ball stehen", wird der Bayer-Coach vom kicker zitiert. "Das heißt aber auch, dass man Räume weggibt. Das ist nicht einfach, da muss alles stimmen."


Der Ex-​BVB-Coach machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft das neue Spielsystem noch nicht wirklich verinnerlicht hat, was in den letzten beiden Testspielen gegen die niederländischen Erstligisten Heracles Almelo (3:4) und Vitesse Arnheim (1:1) deutlich wurde. Abstimmungsschwierigkeiten führten oftmals zu einfachen Ballverlusten. "Dann kann man schnell Konter bekommen", betonte Bosz, der von seinem System fest überzeugt ist. "Wenn wir uns da steigern, wird es für den Gegner schwieriger."

Kerem Demirbay

Einer von insgesamt drei Neuzugängen: Kerem Demirbay


Unzufrieden zeigte sich der 55-Jährige mit den jüngsten Ergebnissen. "Wir sind in der vierten Woche, da müssen wir auch mal Spiele gewinnen", stellte der Ex-Profi klar. "Ich verstehe, dass wir viele junge Spieler dabeihaben und einige, die wie Jonathan Tah oder ​Leon Bailey erst seit wenigen Tagen mittrainiert haben. Aber trotzdem müssen wir Spiele gewinnen." Die nächste Möglichkeit dazu hat die Werkself am Sonntagnachmittag (14 Uhr). Mit dem FC Valencia wartet ein echter Prüfstein auf die Rheinländer.