​Nach den bisher durchschnittlichen Ergebnissen in den Testspielen setzte der ​SV Werder Bremen nun ein Ausrufezeichen. Mit 4:0 überrannte man das Team von SD Eibar förmlich und spielte sich in einen Rausch. Vor allem ein Akteur konnte dabei einige Pluspunkte sammeln: Stürmer Yuya Osako konnte sich empfehlen und machte den ehemaligen Kapitän fast schon vergessen. 


Wochenlang wurde gegrübelt, wie man den größtmöglich vorstellbaren Verlust in der Offensive verkraften könnte. Der Abgang von Max Kruse hinterließ eine riesige Lücke, die nur durch einen hochkarätigen Neuzugang zu schließen schien. Doch nun hat ein Werderaner die Initiative ergriffen und die Sommerpause für viel Eigenwerbung genutzt. 


Mit dem 2:0 sorgte Osako in der Partie gegen Eibar für die Vorentscheidung. Sein Treffer kurz vor seiner Auswechslung war der Höhepunkt einer starken Leistung. Dem Angriffsspiel der Grün-Weißen taten seine Wendigkeit und die Übersicht vor dem Kasten gut. Dabei brillierte er auf einer Position, auf der er sich bei Werder noch nicht beweisen konnte.


Osako als überraschender Kruse-Ersatz


Denn im zentralen Angriff hatte bisher Max Kruse das Sagen. In der letzten Saison war er auf dieser Position als variabler und spielfreudiger Angelpunkt gesetzt. Doch nach seinem Wechsel zu Fenerbahçe Istanbul wurde erst einmal nach einem Nachfolger auf seinem Platz gesucht. Im besten Fall hätte sich Werder noch mit einer Verpflichtung verstärkt, doch durch das klamme Budget war diese Option schnell abgehakt.


Deswegen musste Werder umplanen und Trainer Florian Kohfeldt wusste, mit welchem Mann er die Position besetzen könnte. "Dass Max weg ist, gibt uns mehr Variabilität, bei Yuya sieht man das extrem", so der Coach im kicker. Durch seine neue Aufgabe im Angriff kann der Japaner seine Stärken noch besser ausspielen. Seine Übersicht und Ballsicherheit setzen die weiteren Stars noch mehr in Szene. 


Deswegen zählt Osako zu den großen Gewinnern bei den Bremern. Seinen Stammplatz in der Offensive hat er fast schon sicher und so wird er sich auch in der ​Bundesliga weiter zeigen können. Damit könnte der Aufwärtstrend des 29-Jährigen weiter ansteigen und seine Ablöse von 4,5 Millionen Euro aus dem letzten Sommer sich so richtig auszahlen.