Da war man wohl etwas vorschnell bei der Vergabe der Nummern für die Neueinkäufe. Denn mit der neuen Rückennummer für Ajax-Shootingstar Frenkie de Jong, der vor wenigen Wochen offiziell zum FC Barcelona gewechselt ist, stieß man Eigengewächs Carles Alena mächtig vor den Kopf. Alenas Nummer wurde einfach an de Jong vergeben.


Es gibt Spieler, die bilden sich viel auf ihre ​Rückennummer ein, anderen Akteuren ist die Nummer auf dem Rücken herzlich egal, wenn sie nur spielen und zeigen dürfen, was sie können. Beim ​FC Barcelona aber kann man die Sicht des Geschädigten Carles Alena insofern verstehen, als dass er wenigstens gerne über den Beschluss bescheid gewusst hätte. Denn mit der Ankunft von Frenkie de Jong nach seinem Wechsel von Ajax Amsterdam hin zum katalanischen Topklub wurde Alena kurzerhand seine Nummer weggenommen.


Alena selbst spielt schon seit frühester Kindheit für Barca, und wunderte sich daher umso mehr. "Es fühlte sich nicht gut für mich an, dass der Vorstand mir nicht sagte, dass er de Jong die '21' versprochen hat. Die haben ihm einfach die Nummer versprochen, ohne es mir mitzuteilen. Ich hätte es gut gefunden, wenn der Vorstand mich informiert hätte", so der Youngster bei RAC1.


Böse auf seinen neuen Mannschaftskollegen aber ist er nicht, wie er weiter in der Sport Bild erklärt. Wohl auch, weil de Jong selbst noch mal vorstellig bei Alena wurde. "De Jong war demütig und fragte mich nach der Nummer. Ich gab sie ihm, weil es um eine sentimentale Angelegenheit geht. Aber ich hätte mir eine Nachricht vom Vorstand gewünscht. Sie versprachen ihm die Nummer, ohne mich zu fragen. Es fühlte sich nicht richtig an. Ich habe mich im Verein immer gut benommen."


Doch Alena konnte wohl ebenfalls besänftigt werden. Denn dem hauseigenen Talent gab man die Nummer 19. In Barcelona ebenfalls eine Nummer mit viel Tradition. So trugen auch Patrick Kluivert und Lionel Messi die 19 in ihrer Anfangszeit. Ein Zeichen vom Verein, wo man Alena in Zukunft vielleicht sieht und ihm damit die Wertschätzung ausdrückt. 


Zusätzlich schickte man aber vorsichtshalber noch mal Barcas Manager Eric Abidal vor. Der soll noch mal zusätzlich geschlichtet haben zwischen den beiden Spielern. Dort erklärte er Alena laut RAC1 auch, dass es wohl ein Missverständnis war und man de Jong keinesfalls die Nummer versprochen habe. Für einen länger anhaltenden Zwist aber dürfte die Geschichte ohnehin nicht ausreichen.