Beim ​1. FC Köln ist beim Personal bereits einiges passiert. Mit den drei Neuzugängen Kingsley Schindler, Kingsley Ehizibue und Birger Verstraete wurde vor allem die Defensive verstärkt. ​Mit Ellyes Skhiri soll noch ein weiterer Akteur hinzukommen. Damit sinken die Aussichten von Marco Höger bedenklich, doch der Mittelfeldspieler bleibt gelassen, trotz der neuen Konkurrenz.


Beim 1. FC Köln will man die Defensive stabilisieren. Als Schwachpunkt hat man dort vor allem das defensive Mittelfeld ausgemacht. Mit Marco Höger haben die Domstädter zwar bereits einen erfahrenen Mann auf der Position des Sechsers, doch diesem wurde mit dem belgischen Akteur Birger Verstraete bereits ein Spieler vor die Nase gesetzt. Und mit Ellyes Skhiri vom französischen Klub HSC Montpellier steht ein zweiter Sechser bereits in den Startlöchern.


Damit bliebe dem Vernehmen nach für Publikumsliebling Höger nur noch Platz Nummer drei in der defensiven Zentrale und damit ein fester Platz auf der Bank. Verrückt machen lässt sich der 29-Jährige aber nicht. In der Bild erklärte er: "Ich habe in der letzten Saison größtenteils allein auf der Position gespielt. Es war klar, dass Leute dazukommen. Wir wollen ja auch mit zwei Sechsern spielen. Ich bleibe da gelassen. Und ich werde meinen Platz sicher nicht kampflos abgeben."


Höger will Werbung in eigener Sache betreiben


Auch als Herabsetzung empfindet er die Verpflichtung neuer Konkurrenten keinesfalls. "Das ist eben Profi-Fußball. Der Verein will den maximalen Erfolg. Also liegt es nur an mir selbst: Ich muss mich durchsetzen. Ich will natürlich nicht auf der Bank sitzen, sondern auch in der Bundesliga Führungsspieler sein." Bis dahin will er laut eigener Aussage "Werbung in eigener Sache" machen. Zumal er diesen Vorgang schon kenne. Es kamen bereits viele neue Übungsleiter nach Köln, wo er sich immer neu durchsetzen musste, berichtet er. Daher bringe ihn so etwas nicht mehr wirklich aus der Ruhe.


Vielmehr sieht er sich im Vorteil im Kampf um einen Startplatz. "Die neuen Spieler haben die Herausforderung, in der Bundesliga und mit dem Kölner Umfeld zurechtzukommen. Aber natürlich hoffe ich, dass sich auch meine Konkurrenten so schnell wie möglich einleben. Wir werden uns sicher nicht zerfleischen", berichtet er mit einem Lachen.


Telefongespräch mit Beierlorzer


Doch vom neuen Trainer Achim Beierlorzer bekam er bereits die Ansage, dass auch er kämpfen muss, alle bei Null anfangen. "Es gab in der Sommerpause schon ein Telefongespräch. Wir haben über alles geredet und mir war klar, dass ich kämpfen muss – aber auch die gleichen Chancen wie alle Spieler habe. Die Kennenlernphase mit dem Beschnuppern ist vorbei. Seit dem ersten Trainingstag geht es um die Plätze im Team." 


Aktuell wird Höger sowieso noch einen Vorsprung haben. Denn so lange Ellyes Skhiri noch nicht da ist, kann er bei Beierlorzer weiter punkten. Wohl auch ein Grund, warum Höger derzeit noch entspannt ist.