​Wenn bei ​Eintracht Frankfurt von den Leistungsträgern der vergangenen Spielzeit die Rede ist, fällt viel zu selten der Name ​Kevin Trapp. Dabei konnte der Leihspieler von Paris Saint-Germain insbesondere in der Europa League mit einigen starken Paraden aufwarten. Ein angepeilte feste Verpflichtung geriet zuletzt aber ins Stocken. Durch eine Entscheidung an anderer Stelle könnte das Torhüterkarussell nun aber wieder Fahrt aufnehmen.


Da auch Trapp selbst längst seinen Wunsch geäußert hat, auch in Zukunft das Gehäuse der Eintracht zu hüten, hängt derzeit alles davon ab, ob die Verantwortlichen bei der PSG grünes Licht geben oder weiterhin ein Veto ziehen. Blöd nur, dass mit Arturo Henrique erst unlängst deren bisheriger Sportdirektor seinen Hut nehmen musste. Der Nachfolger des 51-jährigen Portugiesen, namentlich Leonardo, muss sich dem Vernehmen nach erst noch langsam in die vielen Vertragsgespräche beim französischen Hauptstadtklub einarbeiten. Die Causa Trapp soll dabei auf der Prioritätenliste nicht wirklich weit oben stehen.

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In Paris konnte sich Trapp nicht dauerhaft durchsetzen


Ob die Frankfurter mit ihrer laut der Frankfurter Rundschau auf rund acht Millionen Euro taxierten Offerte durchkommen, hängt vor allem davon ab, ob die Pariser rasch einen neuen Torhüter an Land ziehen können. Die bisherig Nummer Zwei Gianluigi Buffon steht schließlich angeblich ​kurz vor einer Rückkehr zu seiner alten Liebe Juventus Turin. Heißester Anwärter auf ein Engagement bei dem Klub aus der französischen Metropole soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge ​Gianluigi Donnarumma sein. 


Der 20-Jährige im Dienste vom AC Mailand gilt als eines der größten Torhütertalente des europäischen Fußballs und dürfte bei einem zustandekommenden Deal als neue Nummer Eins angedacht sein. Profitieren könnten die Pariser und indirekt dadurch auch die Frankfurter von einer am vergangenen Freitag aktivierten Strafe gegen die Rossoneri. Da der italienische  Traditionsverein gegen die Regularien des Financial Fairplay verstoßen hatte, ​wurden sie für ein Jahr von jeglichen europäischen Pokalwettbewerben ausgeschlossen.

Gianluigi Donnarumma

Beerbt Ginaluigi Donnarumma bei der PSG seinen Namensvetter Gianluigi Buffon?


Wer den Ehrgeiz des zwölffachen italienischen Nationaltorhüters kennt, weiß, dass sich der Youngster diese Zwangspause wohl kaum gefallen lassen wird. Da zudem die klamme Vereinskasse der Italiener durch einen Wechsel ihres Shootingstars an die Seine deutlich aufgehübscht werden würde - schließlich geht man derzeit von einer Ablösesumme von 50 Millionen Euro aus - und der neue PSG-Sportdirektor zuvor für Milan tätig war und deshalb über exzellente Kontakte verfügt, könnte der Deal mittlerweile nur noch eine Frage der Zeit sein. Am Ende der Verwertungskette könnten dann die Frankfurter durch das muntere "Bäumchen-wechel-dich-Spiel" der lachende Dritte sein.