​Eintracht Frankfurt droht im Sommer mindestens einen Angreifer der für Furore sorgenden 'Büffelherde' zu verlieren, allerdings steht den Hessen zugleich mit den Qualifikationsspielen für die Europa League ein straffes Programm bevor. Wie die SportBild berichtet, könnte sich der Transferpoker bis in den August ziehen, Folgen für das internationale Geschäft bestehen jedoch nicht.


Bereits am 25. Juli werden die Spieler wieder auf dem Platz stehen, wenn die zweite Qualifikationsrunde für die Gruppenphase der Europa League beginnt. Der siebte Tabellenplatz, auf den die Eintracht nach sechs sieglosen Bundesligaspielen in Serie abgerutscht ist, stellt für Trainer Adi Hütter und die Seinen womöglich mehr Fluch als Segen dar, schließlich ist die Belastung, die bereits in diesem Jahr deutlich spürbar war, durch den frühen Einstieg in die Saison erneut hoch.


Daher wird der Kader womöglich noch einmal auf der ein oder anderen Position verstärkt, doch die Verantwortlichen um Sportchef Fredi Bobic ​wollen und müssen ohnehin auf dem Transfermarkt handeln. Die bislang ausgeliehenen Spieler ​Kevin Trapp​Martin Hinteregger und Sebastian Rode sollen fest unter Vertrag genommen werden, zudem droht der Verlust von Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastien Haller. Es stellt sich nicht nur die Frage, wann einer der drei Angreifer den Verein verlässt, sondern auch, ob der Eintracht-Sturm komplett auseinanderbricht.

Fredi Bobic

  Auf Fredi Bobic wartet ein langer Sommer.


Ausgeschlossen scheint dies nicht, da neben ​Jovic auch ​Rebic wieder in den Fokus anderer Vereine rückt. Daher erklärt Bobic laut Bild: "In der Vorbereitung wird der Kader noch nicht komplett sein. Es kann Zu- und Abgänge geben während der ersten Quali-Spiele." Zugleich betonte der 47-Jährige, dass sich die Verhandlungen unter Umständen bis in den August ziehen könnten. 


Unmittelbare Folgen hat diese Konstellation allerdings nicht. Demnach dürfen Spieler, die in der Europa-League-Qualifikation antreten, ab der Gruppenphase für einen Champions-League-Verein spielen. Daher kann Hütter auf seine übliche Stammelf setzen, ohne Rücksicht auf den künftigen Verein eines Spielers nehmen zu müssen oder etwaige Ablösepoker zu beeinträchtigen. Die einzige Ausnahme: Sollte einem Interessenten gemeinsam mit der Eintracht der Einzug in die Gruppenphase der Europa League gelingen, so wäre der Spieler bei seinem neuen Verein nicht für den Europapokal spielberechtigt.