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​Die Bundesliga-Saison befindet sich auf der Zielgeraden und hat trotz des ungewissen Ausgangs um einige Tabellenplatzierungen bereits jetzt zahlreiche Gewinner und Verlierer zu bieten.

​Im nachfolgenden Bericht wird ein Spieler jedes Bundesligisten vorgestellt, dessen Saison nicht nach Maß gelaufen ist und der auf eine erfolgreichere neue Spielzeit hoffen dürfte.

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18. Marvin Ducksch (Fortuna Düsseldorf)

Dass die Fortuna eine für ihre Verhältnisse beeindruckende Saison hingelegt hat, steht nicht zuletzt mit dem sicheren Klassenerhalt unter Erfolgscoach Friedhelm Funkel fest. Spieler wie Lukebakio, Stöger oder Raman blühten im Lauf der aktuellen Spielzeit auf und sorgten dafür, dass die Flingeraner bereits zwei Spieltage vor Ende die 40-Punkte-Marke geknackt haben.

Allerdings konnten nicht alle Akteure der Düsseldorfer gleichermaßen ihren Anteil zum Erfolg beisteuern. Marvin Ducksch, in der Vorsaison noch Topscorer der 2. Liga für Holstein Kiel (18 Tore, elf Assists), konnte in Liga 1 nur je ein Tor und eine Vorlage in 16 Spielen beisteuern - zu wenig für die Ansprüche des 25-Jährigen.

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17. Virgil Misidjan (1.FC Nürnberg)

Vor der Saison als Rekordeinkauf für drei Millionen Euro von Ludogorets Razgrad (Bulgarien) gekommen, konnte sich Virgil Misidjan bisher nicht nachhaltig in der höchsten deutschen Spielklasse beweisen. Verlief sein Bundesliga-Debüt am dritten Spieltag mit seinem Tor zum 1:1 bei Werder Bremen noch überragend, konnte er in der Folge lediglich zwei Vorlagen beisteuern.

In der Rückrunde spielte der holländische Linksaußen nur noch selten (sieben Einsätze), zudem warfen ihn zuletzt kleinere Blessuren aus der Bahn. Für den 25-Jährigen bleibt zu hoffen, dass er in der kommenden Spielzeit seine Fähigkeiten besser präsentieren kann - wahrscheinlich jedoch nur in der 2. Bundesliga.

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16. Yunus Malli (VfL Wolfsburg)

Die ​Wölfe erleben unter ihrem scheidenden Coach Bruno Labbadia eine, nach Betrachtung der vergangenen Jahre, herausragende Saison, die mit der Teilnahme internationalen Geschäft belohnt werden könnte. Allerdings spielten sich 2018/19 nicht alle Akteure des VfL ins Rampenlicht.

Dazu gehört Yunus Malli, der nach seinem Wechsel in die Autostadt im Januar 2017 nicht mehr an seine überragenden Leistungen bei Mainz 05 anknüpfen konnte. Seine Leistungsdaten der aktuellen Saison offenbaren 19 Liga-Einsätze, davon lediglich zwei über 90 Minuten, sowie ein Tor und zwei Assists.

Eine sich im Sommer anbahnende Luftveränderung für den 27-jährigen Spielmacher dürfte angesichts dessen nicht aus der Luft gegriffen sein.

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15. Florian Niederlechner (SC Freiburg)

Nachdem Florian Niederlechner über zwei Drittel der vergangenen Spielzeit wegen eines Kniescheibenbruchs ausgefallen war, wollte er in dieser Saison wieder voll angreifen. Zwar blieb der 28-Jährige glücklicherweise von einer ähnlich schweren Verletzung wie im Vorjahr verschont, dennoch konnte er sich keinen Stammplatz unter Trainer Christian Streich erarbeiten.

22 Einsätze sind - trotz einer Sprunggelenksverletzung, die ihn für sieben Begegnungen außer Gefecht setzte - keine schlechte Bilanz, jedoch spielte der Mittelstürmer in der Liga nie über 90 Minuten durch. Auch seine Bilanz von vier Treffern und einem Assist ist ausbaufähig.

Ein guter Back-Up für die Breisgauer ist Niederlechner allemal, doch ist es fraglich, ob diese Rolle hinter Petersen, Waldschmidt und Co. seinen Ambitionen gerecht wird.

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14. Alexandru Maxim (1. FSV Mainz 05)

Alexandru Maxim

Im Sommer 2017 schlug Alexandru Maxim seine Zelte beim ​FSV Mainz 05 auf und sollte den ein halbes Jahr zuvor abgewanderten Spielmacher Yunus Malli vergessen machen. Recht gelingen wollte dies dem rumänischen Tempodribbler in seinen bisher zwei Jahren beim selbsternannten Karnevalsverein nicht.

In der aktuellen Saison sind immerhin 21 Erstliga-Partien (ein Tor) verbucht, in denen der 28-Jährige aber nur auf insgesamt 530 Einsatz-Minuten und eine Partie über die volle Distanz kommt.

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13. Bobby Wood (Hannover 96)

2018/19 ist eine Saison zum Vergessen für ​Hannover 96, die aller Voraussicht nach mit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit enden wird. Es fällt schwer - bei allem Respekt - 96-Akteure zu finden, die in dieser Spielzeit keine Enttäuschung waren, Torhüter Esser einmal ausgenommen.

Ganz vorne in dieser Liste steht der vor der Saison für eine Leihgebühr von 1,2 Millionen Euro vom HSV gekommene Bobby Wood. Seit dem 26. Spieltag fällt der US-Amerikaner zwar mit einer Knieverletzung aus, jedoch konnte der Angreifer zuvor in 20 Begegnungen nur drei Treffer (davon ein Doppelpack) und eine Vorlage verbuchen.

Dem 26-jährigen Angreifer fehlte es zugegebenermaßen im verletzten Niclas Füllkrug an einem Sturmpartner oder adäquaten Vorlagengebern, jedoch erwarteten sich Fans und Verantwortliche der Niedersachsen deutlich mehr von ihm.

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12. Michael Gregoritsch (FC Augsburg)

Dem 25-Jährigen muss man zugute halten, dass es nach dem Trainerwechsel hin zu Martin Schmidt wieder etwas besser lief. Trotzdem ist es nicht die Saison des Michael Gregoritsch, der in der abgelaufenen Spielzeit noch Top-Torschütze der Fuggerstädter war (13 Treffer).

Mit einer ähnlichen Ausbeute des Österreichers dürfte der mittlerweile vor dem Abstieg gerettete FCA eine deutlich ruhige Saison erlebt haben, als es der Fall war. Aktuell kommt der Offensiv-Allrounder lediglich auf vier Liga-Tore und zwei Assists.

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11. Martin Harnik (Werder Bremen)

Dem Abstiegskampf mit Hannover 96 ist Martin Harnik durch seinen Transfer zu ​Werder Bremen vor der Saison zuvorgekommen, allerdings ist ihm infolgedessen sein Stammplatz in der Bundesliga abhanden gekommen. Während Kumpel Max Kruse als Lebensversicherung der Grün-Weißen fungiert, pendelt Harnik zwischen Bank und Rasen hin und her.

Acht Scorerpunkte in 18 Partien lesen sich für den 31-jährigen Angreifer durchaus solide, allerdings dürften ihn 828 Einsatzminuten und ein Einsatz über die gesamte Spielzeit nicht zufrieden stellen.

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10. Marvin Plattenhardt (Hertha BSC)

Als Aushilfs-Linksverteidiger bei der deutschen Nationalmannschaft (sechs Länderspiele) startete Marvin Plattenhardt in die neue Saison bei der Hertha. Im Laufe dieser kam jedoch keine Berufung zur DFB-Elf mehr hinzu, was sicherlich mit seinen schwankenden Leistungen beim Verein zu erklären ist.

Vorangegangene Spielzeit noch unangefochtener Stammspieler, verlor der 27-Jährige diesen im Laufe der Rückrunde an Maxi Mittelstädt. Ein Leistungsaufschwung ist dem Defensivroutinier durchaus wieder zuzutrauen, doch unter dem Strich wird für Plattenhardt eine durchwachsene Saison 2018/19 stehen.

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9. Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach)

In der Vorsaison noch Stammspieler, tat sich Christoph Kramer dieses Jahr schwer, seinen Etablierten-Status bei der ​Borussia zu verteidigen. Im Laufe der Saison machte ihm nicht nur ein Außenbandanriss im Sprunggelenk zu schaffen, auch seine Leistungen und die starke Konkurrenz durch Strobl und Co. veranlasste Coach Dieter Hecking dazu, des Öfteren auf den Mittelfeldmotor zu verzichten.

Daher kommt der 28-Jährige nur auf 16 Saisoneinsätze. Ob es für den Ex-Nationalspieler unter dem designierten Trainer für 2019/20, Marco Rose, wieder aufwärts geht, wird sich zeigen.

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8. Marc Stendera (Eintracht Frankfurt)

Die ​Frankfurter Eintracht hat bis dato eine fabelhafte Saison hingelegt, die mit dem Titel in der Europa League und dem Einzug in die Champions League für die kommende Spielzeit belohnt werde könnte. Wenig dazu beisteuern konnte indes Marc Stendera.

Das Frankfurter Eigengewächs kam in der Liga bislang nur zu sieben Kurzeinsätzen und vermochte es nicht, Trainer Adi Hütter von sich zu überzeugen. Dies dürfte auch seiner hohen Verletzungsanfälligkeit geschuldet sein. Derzeit laboriert der 23-jährige Mittelfeldspieler an Rückenproblemen.

Ob Stendera seinen Durchbruch noch bei den Adlern schaffen wird, ist fraglich. Möglicherweise könnte ihn ein Vereinswechsel im Sommer auf Touren bringen.

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7. Holger Badstuber (VfB Stuttgart)

Im letzten Sommer kokettierte Holger Badstuber mit einem Wechsel zu einem Champions-League-Teilnehmer, der allerdings nicht in die Tat umgesetzt wurde. Daher blieb der Routinier den Schwaben erhalten, kam in dieser Saison jedoch überhaupt nicht in Fahrt. Oft plagte er sich mit Wadenproblemen herum und schaffte es auch aufgrunddessen vielfach nicht in den Kader des ​VfB.

Nach einer insgesamt unbefriedigenden Spielzeit für den 30-Jährigen mit acht absolvierten Partien, dürften wahrscheinlich beide Parteien an einer Trennung im Sommer interessiert sein. Ob Badstuber allerdings noch einmal Champions League spielen wird, darf angezweifelt werden.

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6. Jean-Kevin Augustin (RB Leipzig)

Vor der Saison noch als hoffnungsvolles Offensiv-Juwel gelobt, trübte sich die Stimmung um Jean-Kevin Augustin im Laufe der Hinrunde. In der Folge mehrerer disziplinarischer Verfehlungen kühlte das Verhältnis des 21-Jährigen zu Coach Ralf Rangnick immer weiter ab.

In der Rückrunde kommt der Angreifer auf äußerst bescheidene 35 Spielminuten, worüber auch seine insgesamt acht Treffer und zwei Assists in allen Wettbewerben dieser Saison nicht hinwegtrösten können.

Unbestrittenes Talent besitzt der Franzose, doch wie viele "Rohdiamanten" vor ihm, machen ihm seine mehr oder weniger schwerwiegenden Eskapaden bisher einen Strich durch die Rechnung einer vielversprechenden Karriere.

Ob ihm ein Neustart unter Julian Nagelsmann in der kommenden Saison gewährt wird, ist nach aktuellem Stand eher unwahrscheinlich. Klubs aus Frankreich und England sollen an Augustin interessiert sein.

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5. Tin Jedvaj (Bayer Leverkusen)

Seit über vier Jahren spielt Tin Jedvaj nun schon unter dem ​Bayer-Kreuz und doch lässt sich sagen, dass er seinen endgültigen Durchbruch noch immer nicht geschafft hat.

Der Allrounder, der aufgrund seiner Einsetzbarkeit auf beiden Außenverteidigerpositionen sowie in der defensiven Zentrale für zahlreiche Auftritte prädestiniert ist und zudem von der Verletzungsanfälligkeit der Bender-Zwillinge profitieren könnte, kommt bisher nicht über den Status des Ergänzungsspielers hinaus.

16 Liga-Einsätze konnte der kroatische Nationalspieler bislang in dieser Saison verbuchen, jedoch stand er auch einige Male gar nicht im Kader.

Mit seinen erst 23 Jahren gilt er immer noch als Talent, welches bereits über 100 Bundesligaspiele Erfahrung vorweisen kann. Doch wäre es für seine weitere Entwicklung möglicherweise förderlich, zu einem kleineren Bundesligisten zu gehen und sich dort als Stammspieler zu etablieren.

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4. Ömer Toprak (Borussia Dortmund)

Dass die Borussia noch Meister wird, ist nach den jüngsten Ergebnissen zumindest nicht wahrscheinlicher geworden. Dennoch lässt sich konstatieren, dass es eine erfolgreiche Einstandssaison von Neu-Coach Lucien Favre wird - ungeachtet des Ausgangs in der Meisterschaft.

Trotzdem haben einige Spieler ihre Chance unter dem schweizer Übungsleiter bisher nicht nutzen können, zu denen Ömer Toprak gehört. Im Juli 2017 für 12 Millionen Euro von Bayer Leverkusen gekommen, konnte der ehemalige türkische Nationalspieler den Abgang von Abwehrchef Sokratis im vergangenen Sommer nicht vergessen machen. Stattdessen sprangen Spieler wie Akanji, Diallo oder auch Weigl in die Bresche.

Trotz zwischenzeitlicher Ausfälle der erwähnten Verteidiger konnte sich Toprak keinen Stammplatz erkämpfen. Entweder weil er selbst ausfiel oder seine Leistungen dies nicht rechtfertigten.

Dank seiner Erfahrung wird der 29-Jährige weiterhin einigen Vereinen weiterhelfen können - dass dies jedoch ​Borussia Dortmund sein wird, ist unwahrscheinlich.

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3. Leonardo Bittencourt (TSG Hoffenheim)

​In der Hinrunde noch häufig auf dem Rasen zu sehen, gingen Leonardo Bittencourts Einsatzzeiten in der Rückrunde deutlich zurück. Der Ex-Kölner bestritt in dieser nur ein Spiel über 90 Minuten (am 18. Spieltag) und kam sonst nur auf Kurzeinsätze.

​Nachteil des 25-Jährigen ist das System vom scheidenden Trainer Julian Nagelsmann, der in seinem präferierten 3-5-2 oder 3-4-3 (bzw. 3-4-2-1) auf hochstehende Außenverteidiger setzt. Auf der von Bittencourt bevorzugten linken Seite kommt dieser an Nationalspieler Nico Schulz nicht vorbei.

​Für den Dribbelkünstler verspricht die neue Saison allerdings Besserung. Einerseits wird Konkurrent Schulz mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund gebracht, anderseits könnte Neu-Coach Alfred Schreuder ein neues System bei der ​TSG etablieren.

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2. Yevhen Konoplyanka (Schalke 04)

​Für den Vizemeister der vergangenen Spielzeit läuft die aktuelle Spielzeit ganz und gar nicht nach Maß. Erst musste Coach Domenico Tedesco seinen Hut nehmen und unter Interimstrainer Huub Stevens hat Schalke, trotz des prestigeträchtigen Derby-Sieges, auch nicht wieder in die Erfolgsspur finden können. Wenigstens braucht man sich nach diesem Spieltag keine Abstiegssorgen mehr zu machen.

​Ein Spieler, von dem sich Fans und Verantwortliche bis dato sicher mehr versprochen haben, ist Yevhen Konoplyanka. Der zunächst auf Leihbasis erfolgte Wechsel im Sommer 2016 des dribbelstarken Ukrainers vom FC Sevilla - die Festverpflichtung kam ein Jahr später für 12,5 Millionen Euro - glich für viele eines Transfercoups.


In seinen mittlerweile drei Jahren hat sich der 29-Jährige allerdings nicht bei den ​Knappen festspielen können. Für diese Saison stehen nur zwölf Bundesligaspiele (ein Tor und eine Vorlage) zu Buche. Zuletzt stand der 29-jährige Linksaußen gar nicht mehr im Kader und fällt derzeit mit einer Oberschenkelverletzung aus. Die Zeichen dürften ein Jahr vor Vertragsende auf Abschied stehen.

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1. Jerome Boateng (Bayern München)

​Trotz einiger bayern-untypischer Wackler steuert der Rekordmeister seine siebte Meisterschaft in Folge an und auch der Gewinn des DFB-Pokals ist für die Münchener noch möglich. In der von den ​Bayern-Verantwortlichen proklamierten "Saison des Umbruchs" dürfte diese Ausbeute, trotz des frühen Aus in der Champions League, weitestgehend zufriedenstellend sein.

​Dass der angesprochene Umbruch in vollem Gange ist, zeigt sich besonders an den bereits feststehenden Zu- und Abgängen. Auch wenn nicht alle Transferaktivitäten in Stein gemeißelt sind, sprechen Indizien bereits jetzt für weitere für Veränderungen.

​Die Rede ist beispielsweise von Jerome Boateng, dessen wahrscheinlich letzte Saison nicht die beste in acht Jahren FC Bayern gewesen sein dürfte, zumindest nicht seinen Ansprüchen nach. Der von Bundestrainer Joachim Löw geschasste Innenverteidiger hatte in dieser Spielzeit seinen Stammplatz unter Coach Niko Kovac nicht sicher (20 Einsätze) und wird u.a. mit einem Wechsel zu PSG oder Juve in Verbindung gebracht.

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