Wer aktuell nach jungen Talenten in der zweiten Bundesliga Ausschau hält, wird schnell auf Spieler des SC Paderborn aufmerksam. Die Westfalen stellen den fünftjüngsten Kader, liegen vor dem 31. Spieltag auf dem dritten Tabellenplatz und haben daher die Karten für den Durchmarsch von der dritten Liga bis in die Bundesliga in der eigenen Hand. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, steht dennoch ein Umbruch bevor. Zu begehrt sind die jungen Wilden, die unter Steffen Baumgart aufblühen. Dazu soll auch Sebastian Vasiliadis zählen, der mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht wird. 


Ob Philipp Klement, Sebastian Schonlau, der Ex-Schalker Bernard Tekpetey oder nun auch Sebastian Vasiliadis - so mancher Spieler des SC Paderborn steht durchaus bei dem ein oder anderen Bundesligisten im Kurs. Ein Zufall ist dies ob der Leistungen der Spieler in dieser Zweitliga-Saison keineswegs, zudem sei diese Entwicklung gewollt, wie Trainer Steffen Baumgart bekräftigte: "Wir haben allen Spielern vor ihrer Unterschrift gesagt, dass wir ihnen die Möglichkeit geben, den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu machen. Deshalb war uns bewusst, dass sie bei so einer Leistung bei anderen Klubs auf dem Zettel stehen. Das freut mich und das war letztlich auch gewollt."

​Ablösefrei werde man niemanden ziehen lassen, schließlich solle auch der Verein "
etwas davon haben." Womöglich hat sich im Zuge dessen bereits der erste Klub gefunden, der eine Ablösesumme in die Kasse der Ostwestfalen spült.

Gotoku Sakai,Sebastian Vasiliadis

  Plötzlich im Rampenlicht? Borussia Mönchengladbach soll angeblich ein Auge auf Sebastian Vasiliadis (r.) geworfen haben.


Wie berichtet wird, habe Borussia Mönchengladbach angeblich bereits ein Angebot für Vasiliadis abgegeben. Der 21-Jährige kann im zentralen Mittelfeld als Sechser, Achter oder Zehner auflaufen, kommt unter Baumgart überwiegend als Achter zum Einsatz und spielte sich früh in der Stammformation der Paderborner fest.


Erst im vergangenen Sommer verließ er den VfR Aalen nach insgesamt fünf Jahren, nachdem ihm dort in der Saison 2016/17 der Durchbruch gelang. Aufgrund seiner offensiven Spielweise würde er durchaus in das Gladbacher System, das durch die Verpflichtung von Marco Rose noch einmal an Intensität und Tempo dazugewinnen wird, doch benötigt die Borussia überhaupt einen Spieler mit solch einem Profil?


Sieben Spieler, drei Positionen 


Keine Position ist so breit aufgestellt wie das zentrale Mittelfeld. Tobias Strobl, Christoph Kramer, Denis Zakaria, Florian Neuhaus und Jonas Hofmann kämpfen regelmäßig um die drei freien Plätze in der Zentrale, dahinter warten Mickael Cuisance, Torben Müsel und der bis Saisonende an Holstein Kiel verliehen Laszlo Benes auf ihre Chance.

Max Eberl

   Auf dem Trainerposten und der Führungsetage hat Sportdirektor Max Eberl einige Änderungen geplant - doch was schwebt ihm für den Kader im Sinn?


Unter Rose werden die Karten zwar neu gemischt, doch solange der 42-Jährige das aktuelle 3-4-1-2 System von Dieter Hecking nicht übernimmt, seiner eigenen Linie mit Viererkette treu bleibt und aufgrund der vorhandenen Qualität keinen Umbruch im Mittelfeld anstrebt, wären die Chancen auf viel Spielpraxis eher gering. Stattdessen wäre Vasiliadis einer der jungen Spieler, die in der zweiten Reihe wachsen und lernen sollen, ehe sie später plötzlich auf sich aufmerksam machen.


Sollte das Interesse von konkreter Natur sein, könnte Max Eberl daher beispielsweise den Weg wählen, der auch Florian Neuhaus verhalf. Der 22-Jährige wurde nach seiner Verpflichtung von 1860 München prompt an Fortuna Düsseldorf verliehen, verhalf den Rheinländern zum Aufstieg in die Bundesliga und war nach seiner Rückkehr auf Anhieb in der Startformation der Gladbacher gesetzt. Dass es jedes Mal so hervorragend funktioniert, kann niemand garantieren, doch es wird ohnehin auf die Planspiele von Rose ankommen, der gemeinsam mit Eberl an dem Kader für die kommende Saison bastelt.