​In der Vergangenheit sind Teile der Anhängerschaft von Lazio Rom bereits mehrfach durch rechtsradikale Äußerungen negativ aufgefallen. Im Vorfeld des Halbfinal-Rückspiels im italienischen Pokal gegen den AC Mailand sorgten einige Chaoten aus der Ultra-Szene erneut für einen Eklat. Mittlerweile haben die Bosse des italienischen Traditionsvereins dazu Stellung bezogen.


Auslöser der erneuten ​Nazi-Debatte rund um den Verein aus der italienischen Hauptstadt war ein Marsch von etwa 60 Lazio-Ultras, die mit einem geschmacklosen Banner zu Ehren des ehemaligen italienischen Diktators durch die Mailänder Innenstadt gelaufen waren. 

SS Lazio v Chievo - Serie A

Die Fanszene von Lazio Rom wurde von rechtsradikalen Gruppen unterwandert



Die ortsansässige Polizei konnte mittlerweile 19 Unruhestifter identifizieren. Den Beschuldigten droht nun wegen "Verherrlichung des Faschismus" eine bis zu dreijährige Gefängnisstrafe. Im Zuge der Demonstrierung ihrer idiotischen Ideale hatten einige Anhänger sogar den Hitlergruß gezeigt. Zudem fielen einige Querulanten durch die Intonierung von rechtsradikalen Gesängen auf.


Leider ist dies bei weitem nicht das erste Mal, dass Lazio-Anhänger durch rechtsradikale Tendenzen aufgefallen sind. Dabei machten die scheinbar Unbelehrbaren in der Vergangenheit sogar vor ihren eigenen Spielern nicht Halt. Im vergangenen Dezember musste so etwa der gebürtige Serbe ​Sergej Milinkovic-Savic von seinen eigenen Fans Beschimpfungen als 'Zigeuner' über sich ergehen lassen. Darüber hinaus wurden bereits häufig gegnerische Spieler mit Affenlauten diffamiert. 


Nachdem Innenminister Matteo Salvini die Chaoten vom Mittwoch bereits öffentlich als "Idioten" bezeichnet hatte, distanzierten sich nun laut Sport1 auch die Lazio-Verantwortlichen. Das Verhalten habe "nichts mit den Werten des Sports zu tun, für die der Klub seit 119 Jahren steht". Im gleichen Atemzug legte man dabei jedoch auch großen Wert darauf festzuhalten, dass man nicht alle Lazio-Anhänger in einen Topf werfen könne: "Lazio weist die Tendenz der Medien zurück, die ganze Anhängerschaft anstatt ein paar Einzelner verantwortlich zu machen."