​Eintracht Frankfurt ist in einer komfortablen Lage. In der Europa League ist den Hessen nach zwölf Punkten aus vier Spielen das Weiterkommen nicht mehr zu nehmen. Gegen Olympique Marseille wird Trainer Adi Hütter rotieren, um einige Akteure für das Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag zu schonen. Welche Profis könnten sich über Spielzeit freuen?


Der Spielplan ist straff für international antretende Bundesligisten. Bei Eintracht Frankfurt standen und stehen von Mitte September bis zum Jahreswechsel sechs englische Wochen auf dem Programm. Im neuen Jahr wird es voraussichtlich erstmal so weitergehen, denn durch den 3:2-Erfolg bei Apollon Limassol am vierten Europa-League-Spieltag sind die Adler bereits für die Zwischenrunde qualifiziert, die ab dem 14. Februar ausgetragen wird.


Trainer Adi Hütter deutete vor dem Heimspiel gegen Olympique Marseille am Donerstag an, dass er Änderungen vornehmen werde. "Dieselbe Elf wird sicher nicht spielen", meinte der Österreicher. "Marc Stendera fehlt uns gesperrt. Daneben fehlen neben den Langzeitverletzten definitiv auch Lucas Torró, ​David Abraham, ​Allan sowie Geraldes, der krank ist. "Bei Jonathan de Guzman müssen wir abwarten, er hatte zuletzt mit einer Magenverstimmung zu kämpfen," erkärte Hütter. Allzu viele Wechsel kann der Trainer gar nicht vornehmen. Angesichts der Verletzungssorgen sind Alternativen rar. 


Willems ist eine Option


Innenverteidiger David Abraham fehlt aufgrund eines Muskelfaserrisses. Sein Pendant Carlos Salcedo befindet sich nach seinem Syndesmosebandriss Ende August auf dem Weg der Besserung, allerdings ist der Mexikaner international bis zum 14. Dezember ohnehin nicht gemeldet. Simon Falette könnte daher gegen die Franzosen in die Startelf rücken, obwohl der 26-Jährige seit dem 4. Oktober keinen Einsatz mehr hatte. Filip Kostic könnte wie schon in Limassol eine Verschnaufpause bekommen, für den Linksverteidiger steht als erste Alternative Jetro Willems bereit.


Im Mittelfeld herrscht Personalnotstand. Marc Stendera darf Gelb-Rot-gesperrt nicht spielen, eine Adduktorenverletzung wird den Spanier Lucas Torro vier oder fünf Monate außer Gefecht setzen und zudem ist Chico Geraldes nach mehrwöchiger Verletzungspause noch nicht spielfähig. Die einzigen Rotationskandidaten sind Mijat Gacinovic, der eventuell Gelson Fernandes ersetzen könnte und Nicolai Müller, sollte Hütter Ante Rebic eine Pause verordnen. 


Allan Souza, Marco Fabian, Branimir Hrgota und Felix Wiedwald sind indes keine Alternativen, da sie nicht für die Europa League gemeldet wurden. Womöglich gibt Hütter Ersatztorwart Fredrik Rönnow Spielpraxis. Der 26-jährige Däne kam im Sommer mit dem Anspruch die Nummer eins zu sein zur Eintracht, ist nach der Rückkehr von Kevin Trapp allerdings wenig gefragt. Doch Hütter macht ihm Hoffnung: "Frederik Rönnow zeigt tagtäglich sehr gute Leistungen im Training. Und auch wenn er gespielt hat, war er da. Er wird in einem der beiden nächsten Europapokal-Spiele sicherlich zum Einsatz kommen."