Das morgige Europa-League-Duell zwischen dem FC Salzburg und ​RB Leipzig steht unter besonderen Vorzeichen. Nicht nur, weil die Salzburger vor dem erneuten Duell mit dem Schwestern-Klub aus Sachsen mit zwölf Punkten die Gruppe anführen, sondern auch, weil Leipzig im Fernduell mit Celtic Glasgow zwei Siege braucht, um den Einzug in die K.o-Runde perfekt zu machen. Könnten die Österreicher daher möglicherweise als wichtiger Punktelieferant einen entscheidenden Einfluss nehmen? Nicht, wenn es nach Trainer Marco Rose geht.


Der 42-Jährige, ​der mit einem Wechsel zur TSG Hoffenheim in Verbindung gebracht wird, ​stemmte sich gegenüber der SportBild deutlich gegen die Spekulationen: "Manche meinen das sogar ernst – und beleidigen damit meine Kinderstube und die von allen Beteiligten in Salzburg und Leipzig." Zudem betonte Rose, eine mögliche Spielmanipulation nicht einmal "im Ansatz in Erwägung zu ziehen" (via RBLive). 


Nach der Gruppenauslosung am 31. August wünschte sich Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zwei faire Duelle. Im ersten setzte sich Salzburg mit 3:2 durch, weshalb nun ein ähnliches Spektakel erwartet wird. Für Rose geht es dabei einzig und allein um das Weiterkommen des eigenen Klubs: "Wir brauchen diesen einen Punkt. Das ist das Einzige, was uns interessiert", sagte der Erfolgstrainer in einem weiteren Interview mit der Bild

TSV Hartberg v RB Salzburg - tipico Bundesliga

  Will erneut gegen Leipzig gewinnen: Salzburgs Trainer Marco Rose


Zugleich schickte er eine Kampfansage an den Konkurrenten aus Leipzig: "Wir wissen, dass Leipzig in einer guten Verfassung ist, dass sie ihr Spiel noch weiter verbessert haben. Wir müssen unbedingt wieder ans Limit gehen. In Leipzig haben wir schon ein sehr gutes Spiel gemacht. Jetzt wollen wir das bestätigen." Schließlich wolle man einen ähnlichen Erfolg wie im Vorjahr feiern, als die Mannschaft das Halbfinale erreichte und erst von Olympique Marseille gestoppt werden konnte.


Umso deutlicher machte er, sich auf keine Spielchen mit dem Schwestern-Verein einlassen zu wollen: "Absprachen untereinander würden ja bedeuten, dass wir die Chance auf die nächste Runde verwirken. Das entspricht nicht unserer Mentalität und Auffassung von Fußball. Ich weiß auch, dass die Gesamtkonstellation, so wie sie sich jetzt darstellt, in keiner Form dazu beiträgt, irgendwie zu taktieren oder auf irgendwas zu spielen. Wir brauchen einen Punkt, Leipzig zwei Siege."