​Mit großer Vorfreude erwarteten Fans des FC St. Pauli den Einsatz ihres Spielers Aziz Bouhaddouz beim WM-Spiel zwischen Marokko und dem Iran. Immerhin passiert es nicht alle Tage, dass ein Kiez-Kicker den Rasen einer Weltmeisterschafts-Partie betritt. Doch übler hätte der Tag für Bouhaddouz nicht laufen können, sorgte er doch mit seinem Eigentor kurz vor Schluss für die Niederlage seines Teams.


"Es war für mich ein kurzer Moment, in dem ich mich gefreut habe, reinzukommen", erklärte der Marokkaner, der in der 77. Minute eingewechselt worden war, an den Mikros der ARD. "Doch es war leider nur ein kurzer Moment. Am Ende war es für mich ein Alptraum." In der Nachspielzeit traf der St. Paulianer per Kopf ins eigene Tor und sorgte somit für die Last-Minute-Niederlage seiner Mannschaft gegen den Iran.



"Leider bin ich heute der Pechvogel. Ich kann mich nur bei allen marokkanischen Fans entschuldigen für das heutige Spiel. Ich hätte es, glaube ich, eher verdient die Führung zu machen, als ein Eigentor, weil ich den letzten Monaten alles dafür gemacht habe und seit Jahren für diesen Traum gearbeitet habe. Aber so ist das manchmal im Fußball."


Nach der unglücklichen Pleite scheint ein Erreichen des Achtelfinals beinahe ausgeschlossen. Mit Spanien und Portugal haben die Marokkaner nämlich noch zwei echte Schwergewichte vor der Brust. Ein Sieg gegen den Iran war eigentlich Pflicht. Aziz Bouhaddouz und Co. treffen am Mittwoch auf Cristiano Ronaldo und Europameister Portugal.