Weil Arminia Bielefeld unter einem Schuldenberg unterzugehen droht, müssen die Ostwestfalen ihr Stadion an eine dritte Partei verkaufen. Mit den Einnahmen will sich der Klub sanieren, auch ein Rückkaufsrecht soll es geben.


Sportlich lief es für die Arminia in den vergangenen Jahren nicht immer rund. War man eigentlich als Fahrstuhlklub zwischen der ersten und der zweiten Liga bekannt, verschob sich das Bild immer weiter in Richtung zweiter und dritter Liga. Der Stadion-Ausbau der Schüco-Arena leistete sein Übriges und plötzlich musste der Verein Ende 2017 bekanntgeben, vor der Zahlungsunfähigkeit zu stehen.


Ein Sanierungskonzept musste her, um den Klub nicht dem Untergang zu weihen. Dieses Konzept sieht unter anderem den Verkauf des Stadions vor, schließlich müssen 22 Millionen Euro getilgt werden. Der Verein erklärte dazu auf seiner Webseite: „Auf diese Weise könnten Verbindlichkeiten der Arminia-Gruppe im Wert von 22 Mio. Euro abgebaut werden." Es wird mit Einnahmen von fünf bis sechs Millionen gerechnet. 


Auch Arminen-Präsident Hans-Jürgen Laufer erklärte auf der Pressekonferenz: „Ein Stadionverkauf bedeutet nicht, dass wir unsere Seele verkaufen. Zumal ein Rückkaufsrecht vereinbart werden soll. Im Gegenteil: Wir haben unsere Seele gerettet. Ich hoffe für immer.“ Desweiteren hofft man auf das „Bündnis Ostwestfalen“, ein Zusammenschluss aus „hochkarätigen Unternehmen“, wie es bei stadionwelt.de heißt, welches zusätzlich neues Kapital in den Verein pumpen soll.


„Mit Hilfe der Unterstützer haben wir eine Situation geschaffen, in der wir realistisch wettbewerbsfähig in die kommenden Saisons gehen können. Wir müssen aber demütig damit umgehen“, so DSC-Geschäftsführer Sport Samir Arabi.