Oberligist FSV 08 Bissingen hat pünktlich zur Wintervorbereitung für eine kleine Sensation gesorgt. Ex-Hoffenheim-Profi Tobias Weis wird ab sofort für den Baden-Württembergischen Fünftligisten seine Fußballschuhe schnüren. Der langjährige Bundesligaprofi unterschrieb einen Vertrag bis 2020.


Am gestrigen Montagabend wurde der spektakuläre Neuzugang bei einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt. Sportvorstand Steffen Vahldiek zeigte sich gegenüber der Bietigheimer Zeitung entsprechend euphorisch über den Transfercoup. „Das ist für uns ein Quantensprung und eine Sensation“, kommentierte er und sprach von „zwei tollen, offenen und ehrlichen Gesprächen“. Bei den Bissingern möchte auch Weis zum Ende seiner aktiven Karriere nocheinmal angreifen - der gemeinsame Aufstieg in die Regionalliga ist das erklärte Ziel. „Mein persönliches Ziel ist es, mit Bissingen in die Regionalliga aufzusteigen“, so Weis. „Ich brenne noch immer für den Fußball. Sonst wäre ich nicht hier.“



Dass der gebürtige Schwabe, der beim VfB Stuttgart den Sprung in den Profifußball schaffte, überhaupt noch einmal zum Fußball kam, verdanke er auch seiner derzeit schwangeren Frau. „Sie hat zu mir gesagt: ‚Du gehörst auf den Fußballplatz’ – und dass es für mich noch zu früh sei, um aufzuhören“, erläuterte Weis. Der 32-Jährige hatte sich seit seiner Vertragsauflösung beim VfL Bochum im Sommer 2016 mit der Eröffnung eines eigenen Restaurants in Ludwigsburg ein weiteres berufliches Standbein aufgebaut. 


Weis verspüre jedoch laut eigenem Bekunden noch große Lust auf Fußball und möchte auch in der neuen Mannschaft vorweggehen. „Ich will hier Verantwortung übernehmen und vor allem auch den jungen Spielern helfen. Dafür lege ich gerne auch Extraschichten ein“, zeigte sich der 32-Jährige nach wie vor topmotiviert.


Der einmalige deutsche Nationalspieler hatte seine Karrierre in der Jugend des VfB Stuttgart begonnen, ehe es ihn 2007 zur TSG Hoffenheim zog. Bei den Kraichgauern verbrachte er seine beste Zeit, stieg prompt mit dem Team auf und wurde sensationell Herbstmeister. Unter Trainer Markus Gisdol kam er dann jedoch nicht mehr zum Zug und wurde in die berühmte Trainingsgruppe 2 abgeschoben, ehe er 2014 dann in die zweite Liga zum VfL Bochum wechselte. Insgesamt kommt er in seiner bisherigen Karriere auf 128 Einsätze in der ersten und zweiten Bundesliga.