Mainz 05 gewann den Pokal-Krimi gegen den Zweitliga-Zweiten aus Kiel in der Verlängerung. Dem Jubel um den ersten Einzug ins Achtelfinale seit fünf Jahren mischt sich Sorge um Stammkeeper René Adler unter. Der Mainzer Schlussmann musste bereits im ersten Durchgang vom Feld und droht für das Derby gegen Frankfurt auszufallen.


Mainz 05 hat zum ersten Mal seit fünf Jahren das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Gegen Holstein Kiel mussten die Rheinhessen aber lange zittern und konnten sich erst in der Verlängerung durchsetzen. Immerhin vermied das Team von Trainer Sandro Schwarz damit die fünfte Pokal-Niederlage gegen einen unterklassigen Gegner in Folge.

Einen dicken Wermutstropfen gab es aber trotzdem: Stammkeeper René Adler musste bereits in der 38. Minute ausgewechselt werden und droht für die kommende Bundesliga-Partie auszufallen. Der Ex-Nationalkeeper hatte sich bei einer Parade am rechten hinteren Oberschenkel verletzt und fuhr zur näheren Untersuchung ins Krankenhaus. "Ich kann noch keine Prognose stellen. Wir müssen die Diagnose abwarten", sagte Trainer Sandro Schwarz bei Eurosport. Adler kam noch während der Partie auf Krücken zurück ins Stadion. Wie schwer die Verletzung ist, ist allerdings noch nicht bekannt. Für die Partie am Freitag müssen die Mainzer wohl ohne den 32-Jährigen planen.


Rhein-Main-Derby wohl mit Nummer drei


Am Freitagabend im Rhein-Main-Derby gegen die Frankfurter Eintracht wird dann vermutlich Robin Zentner zwischen den Pfosten stehen. Der 22-Jährige war die vergangenen zwei Jahre ausgerechnet an Pokal-Gegner Holstein Kiel ausgeliehen und gab gegen die alten Kollegen sein Debüt im Mainzer Profi-Team. Im Derby gegen Frankfurt wird wahrscheinlich am Freitag das erste Bundesligaspiel folgen. Der Adler-Ersatz wird dann zum ersten Mal in der Startelf stehen.

Eigentlich ist Zentner nur die Nummer drei bei den Rheinhessen. Doch der ehemalige U21-Nationaltorwart Jannik Huth stand in dieser Saison wegen eines Haarisses im linken Kahnbein noch nicht zur Verfügung. 


Trotz der Sorge um Adler gibt es auch ein gutes Omen für die Partie: Die letzten fünf Duelle zwischen Mainz und Frankfurt konnten jeweils das Heim-Team für sich entscheiden. Die 'Nullfünfer' empfangen als Tabellenzwölfter den Rivalen aus Hessen, der nach dem 2:2-Remis gegen den BVB auf Platz sieben rangiert.