Domenico Tedesco schaffte zum Ende der vergangenen Saison ein mittelgroßes Wunder, in dem der ambitionierte Trainer-Novize Zweitligist Erzgebirge Aue aus nahezu aussichtsloser Tabellenposition doch noch ins Mittelfeld des Klassements positionierte. Gerüchte, wonach der Deutsch-Italiener auf der Kandidatenliste des FC Schalke 04 steht, dementiert Aues Präsident Helge Leonhardt.


Anfang März dieses Jahres packte Domenico Tedesco die Gelegenheit, erstmals im Profifußball eine Herrenmannschaft zu trainieren, beim Schopf. Beim stark abstiegsgefährdeten Zweitligisten Erzgebirge Aue unterzeichnete der 31-Jährige einen Vertrag über zwei Jahre bis 2018 – und schaffte es am Ende, die Veilchen vor dem Abstieg in die dritte Liga zu bewahren.

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Bleibt wohl vorerst in Aue: Domenico Tedesco


Derartige Erfolge in noch jungen Lebensjahren wecken im Gegenzug allerhand Begehrlichkeiten. So berichtete die Bild am heutigen Donnerstag ​von einem Interesse des FC Schalke 04. Bei den Knappen steht der jetzige Trainer Markus Weinzierl nach einer desolaten Erst-Saison in der Kritik. Nun gab es vonseiten der Auer Verantwortlichen eine Stellungnahme.


Aue-Präsident dementiert Gerüchte 


„Da scheinen wir ja mit Domencio einen Volltreffer gelandet zu haben, wenn die halbe Bundesliga um ihn kämpft. Mal schauen, was da noch so alles kommt. Erst Leverkusen, jetzt Schalke. Vielleicht kommen nächste Woche die Bayern“, kommentiert Aue-Präsident Helge Leonhardt mit einem Augenzwinkern gegenüber der Morgenpost Sachsen. Er könne das aufkommende Gerücht dementieren, sagt er. Man habe nichts von Schalke auf dem Tisch liegen und „soweit ich weiß, ist Weinzierl auch dort noch Trainer. Außerdem hat Domenico einen gültigen Vertrag.“


Leonhardt selbst habe erst am Vormittag mit Tedesco, der aktuell im Urlaub verweile, über eine mögliche Neuverpflichtung gesprochen. „Wenn da was mit Schalke laufen würde, hätte er mit mir geredet. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit Domenico durch die neue Saison gehen, die wir gerade zusammen planen“, so der Vereinsboss. Als weiterer Interessent wurde zuletzt auch Bayer Leverkusen genannt.