​Bundesliga-Vizemeister RB Leipzig will in Sachen Personalverträge einen völlig neuen Weg einschlagen und nur noch in den Saisonpausen im Sommer und im Winter über die Arbeitspapiere seiner Spieler verhandeln. Wie Klubchef Oliver Mintzlaff bestätigte, wolle man sich während der Saison ab sofort nicht mehr von langwierigen Vertragsverhandlungen ablenken lassen.


Wie der 42-Jährige der BILD erklärte, sei dies eine Entscheidung, die aus gemeinsamen Überlegungen mit Sportdirektor Ralf Rangnick getroffen wurde. "Wir haben gemeinsam die Idee entwickelt, künftig Vertragsgespräche in die Transferzeit im Sommer und Winter zu legen. Das heißt, dass es weitestgehend keine Gespräche über Vertragsverhandlungen im laufenden Spielbetrieb geben soll." Eine Ausnahme bilden aktuell jedoch noch die Personalien Timo Werner, Marcel Sabitzer und Marcel Halstenberg, da man mit den drei Profis bereits seit mehreren Wochen in Gesprächen bezüglich einer Ausdehnung ihrer Arbeitspapiere steht.

Mit der neuen Regelung wollen die Sachsen garantieren, dass sowohl Spieler als auch Trainer den Fokus ausschließlich auf das Sportliche legen und sich auf die wichtigen Aufgaben konzentrieren können. "Eine Diskussion innerhalb der Saison tut weder Verein noch Spieler gut. Zumal die Zeit der zwei Transferfenster völlig ausreichend für Vertragsgespräche ist. Sicherlich wird es aber auch mal einen Sonderfall geben", so Mintzlaff weiter. Insgesamt ergebe sich dadurch auch noch ein weiterer Vorteil, wie der RB-Boss betonte. "Nach 17 oder 34 Spielen hat man auch als Verein einen besseren und genaueren Überblick über die Leistung eines jeden Spielers und kann dann dementsprechend reagieren."


RB Leipzig steht nach 22 Spieltagen in der Bundesliga sehr gut da und belegt mit 38 Punkten wie schon am Ende der Vorsaison den zweiten Tabellenplatz hinter Rekordmeister FC Bayern München.