Als wäre die 2:4-Niederlage bei Eintracht Frankfurt nicht schon ärgerlich genug gewesen, steht dem 1. FC Köln nun wohl weiterer Ärger ins Haus. Bei der Anreise in die hessische Metropole sorgten FC-Fans für unrühmliche Zwischenfälle. 


Laut Informationen der Bundespolizei Koblenz fuhren Fans der Geißböcke mit dem Sonderzug der S-Bahn-Linie S8 gerade in den Bahnhof Kelsterbach ein, als gegen 15 Uhr die Notbremse gezogen wurde. Gewaltsam seien anschließend die Türen des Zuges geöffnet worden, um auf dem Bahnhofsgelände Frankfurter Anhänger tätlich anzugreifen.

Erst rund zwanzig Minuten später sei die Bundespolizei dann mit ihren Einsatzkräften vor Ort gewesen, um die Situation zu beruhigen. Die Identitätsfeststellung von 488 Personen dauerte dann stundenlang – erst gegen 19.20 Uhr war der gesamte Prozess abgeschlossen. Kurze Zeit später wurden die Fans dann unter Begleitung der Einsatzkräfte in eine Bahn mit Ziel Mainz gebracht, um im Anschluss dann zurück in die Domstadt zu reisen.

Die gesamte Strecke blieb aufgrund des Vorfalls stundenlang teilgesperrt. Unter dem Strich standen sieben ausgefallene Züge, 32 verspätete Bahnen und 21 umgeleitete. Selbstredend verpassten die FC-Fans auch das wichtige Auswärtsspiel ihrer Mannschaft. Unabhängig der Beteiligten vom Bahnhof Kelsterbach gab es zudem weitere Ausschreitungen, bei denen immerhin die Personalien von vier Beteiligten festgestellt wurden. Die Polizei stellte Strafanzeigen wegen besonders schwerem Landfriedensbruch. Alles in allem ein mehr als gebrauchter Nachmittag für die Geißböcke.