Nach der enttäuschenden 2:4-Niederlage bei Eintracht Frankfurt verharrt der 1. FC Köln im Tabellenkeller der Bundesliga. Die Niederlage bei den Hessen sorgte zudem dafür, dass die Geißböcke nach der zweiten Pleite in Serie auch den Faktor Momentum wieder verloren haben. Dabei war der Glaube an ein Wunder nach dem starken Start in die Rückrunde eigentlich zurückgekehrt.


Entsprechend niedergeschlagen äußerte sich FC-Trainer Stefan Ruthenbeck laut dem Portal sge4ever im Nachgang der Begegnung. „In der ersten Halbzeit waren wir einen Tick zu passiv. Das nehme ich auf meine Verantwortung“, so der 45-Jährige selbstkritisch. Sein Matchplan sei der falsche gewesen, gab Ruthenbeck offen zu: „Ich wollte tiefer stehen heute. Wir haben aber keinen Druck auf die Frankfurter bringen können“, erklärte der Kölner Fußballlehrer weiter.

Nach der Halbzeit habe man das System entsprechend angepasst und sei nicht schlecht aus der Kabine gekommen. Für die Phase nach dem dann auch verdienten Ausgleichstreffer durch Simon Teroddes Elfmeter hatte Ruthenbeck hingegen keine Erklärung. „Wir verteidigen beim 2:1 der Frankfurter nicht gut, ebenso beim 3:1. Das vierte Tor war dann ganz schlimm verteidigt. Dann steht es 4:1 und man fragt sich, was in diesen acht Minuten passiert ist.“

Und dennoch wollte Ruthenbeck zumindest etwas Positives mit auf die Rückfahrt in die Karnevalshochburg nehmen. Die Geißböcke zeigten trotz aussichtslosem 1:4-Rückstand Charakter und gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf. „Es hat keine Auflösungserscheinungen gegeben“, erklärte Ruthenbeck. Der Druck für die Rheinländer wird dennoch nicht geringer. Am kommenden Spieltag empfängt der 1. FC Köln den starken Aufsteiger aus Hannover. Drei Punkte sind dann Pflicht – auch, um sich Momentum und Glauben zu bewahren.